Geschichte
Die neunten Klassen besuchen das ehemalige KZ Dachau
Vom Schulbuch direkt vor die Tore der Geschichte: Nachdem sich die 9. Klassen im Geschichte- und auch im Deutschunterricht intensiv mit der NS-Zeit beschäftigt haben, fand die jährliche Exkursion ins ehemalige Konzentrationslager Dachau auf dem Plan.
Nach einem Vormittag in der Münchner Innenstadt wurde es am Nachmittag in der KZ-Gedenkstätte Dachau ganz still. Das, was bisher nur aus Texten und Quellen gesehen wurde, wurde hier zu einer hautnah erlebbaren Erfahrung.
Ein bewegender Tag, der gezeigt hat, wie wichtig es ist, die Erinnerung wachzuhalten und für Demokratie und Toleranz einzustehen. Geschichte ist eben mehr als nur ein Schulfach!
Erste Stolpersteinverlegung der Stadt
Am Sonntag fand in Calw ein ganz besonderer und bewegender Moment statt: Die ersten beiden Stolpersteine der Stadt wurden verlegt – zur Erinnerung an Rosa Creuzberger und Hermann Schürle, die Opfer des Nationalsozialismus wurden.
Im Rahmen der Gedenkfeier wirkten auch Schülerinnen der Klasse 10b mit. Im Geschichtsunterricht hatten sie sich intensiv mit den Lebensgeschichten der beiden auseinandergesetzt und die letzten Gedanken und Erinnerungen in eigenen Texten festgehalten. Diese wurden während der Veranstaltung vorgelesen – ein Moment, der viele ZuhörerInnen tief berührte.
Die Schülerinnen zeigten damit eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Erinnerung lebendig zu halten und Geschichte mit Herz und Haltung zu begegnen.
Ein großer Dank geht an das Bündnis „Calw bleibt bunt“, das die Initiative ergriffen und dieses bedeutende Gedenken mit viel Engagement und Herzblut organisiert hat.
Wir sind dankbar, dass wir Teil dieser wichtigen Veranstaltung sein durften.
Exkursion nach Dachau
Der Besuch eines Konzentrationslagers knüpft an die Unterrichtseinheit: „Die Zeit des Nationalsozialismus“ an.
Dachau war das erste planmäßig errichtete Konzentrationslager auf deutschem Boden.Ursprünglich hauptsächlich für politische Gegner und Andersdenkende gedacht, wurden später vor allem Juden, Sinti und Roma sowie auch Homosexuelle und und sogenannte Asoziale inhaftiert. Dachau war im Gegensatz zu Ausschwitz kein Vernichtungslager sondern hauptsächlich ein Arbeitslager. Dennoch kamen in Dachau zig Tausende Menschen ums Leben. Ein Umstand, der bei den Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht verwunderlich ist.
Mit Audio Guides konnten wir selbst durch das Konzentrationslager laufen und uns im Museum viele gut erhaltene Gegenstände und auch originale Räume anschauen. In zwei wieder aufgebauten Baracken könnte man sich ein Bild davon machen, wie die Gefangenen gehaust haben. Wer sich ein Bild von der Hölle machen möchte hat hier einen guten Einblick bekommen.
